Ein salvadorianische Geflüchtete, die nun eine Ausbildung in den Vereinigten Staaten macht; eine Nigerianerin die, in der von Männern dominierten Gesellschaft ihres Heimatlandes ihr eigenes Unternehmen gründet; eine Rohingya-Frauenrechtlerin in Bangladesch, die Gewalt gegen Frauen als Unrecht thematisiert:

Das sind die Geschichten von Valentina, Laraba und Razia - Frauen, die aufgrund gewaltsamer Konflikte fliehen mussten und nun daran arbeiten, ihr eigenes und das Leben anderer Frauen zu verbessern.

Das International Rescue Committee hat sich mit dem renommierten Illustratorin Bodil Jane zusammengetan, um zu zeigen, wie sich Frauen weltweit für mehr Gleichberechtigung einsetzen.

Es gibt keine Grenzen für das, was Frauen erreichen können.

Valentina aus El Salvador lernt in der USA Illustration

 Valentina, 23, hat viele Vorbilder – alle sind Frauen: Ihre Mutter, Schwestern und Freundinnen, die Schriftstellerinnen J.K. Rowling und Kathryn Stockett, die Malerin Frida Kahlo, die Frauenrechtlerin Rigoberta Menchú und ihre Namensvetterin und ehemalige sowjetische Kosmonautin Valentina Tereshkova.

„Vieles verbindet diese Frauen“, sagt Valentina. „Vor allem sind sie starke, hart arbeitende Frauen mit einer Ausbildung als solider Grundlage für ein besseres Leben.“

Nachdem Valentina in ihrer Heimat El Salvador von gewaltbereiten Gangs bedroht wurde, floh sie in die Vereinigten Staaten. Dort hat sie das International Rescue Committee betreut und nach Dallas umgesiedelt. Valentina stand kurz vor dem Abschluss ihres Psychologiestudiums. In den USA fängt sie wieder von vorne an: Sie besucht Englischkurse und lernt für den General Educational Development Test (GED). Wenn sie diesen besteht, kann sie an einem US-College studieren.

„Ich möchte Menschen in Not helfen“, sagt sie, „ihnen zeigen, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt. Deshalb möchte ich wieder studieren, mein Psychologiestudium abschließen und mit Kindern arbeiten.“

Ich führe mein Unternehmen mit viel Mut.

Laraba mit Bohnen in Nigeria Illustration

Auch Laraba war gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Nachdem bewaffnete Milizen ihr Dorf im Nordosten Nigerias angegriffen hatten, floh sie nach Yola, einer Stadt rund 320 km weiter südlich. Ihre Schwester wurde auf der Flucht von den Milizen erschossen.

„Ich war dann ganz auf mich allein gestellt“, sagt Laraba.

Sie begann, Bohnen anzubauen. Von ihren Ersparnissen kaufte sie Saatgut. Mit der Unterstützung des International Rescue Committee und der Citi Foundation konnte Laraba dann an Schulungen teilnehmen. Sie lernte, wie sie ein Unternehmen führen, lokale Konkurrenz beurteilen und Kundenbedürfnisse erkennen kann.

„Ich kann Tag und Nacht arbeiten, ohne müde zu werden“, sagt Laraba lachend. „Ich habe keine Angst vor Arbeit.“ Die junge Frau träumt davon, die wohlhabendste Bohnenverkäuferin in ihrer Gemeinde zu werden.

„Ich berate jetzt andere Frauen, die nicht wissen, wie sie ihr Unternehmen führen und die Finanzen verwalten sollen“, erklärt sie. „Mit meiner Hilfe fangen sie an, diese Herausforderungen zu meistern“.

Mit Mut und Zuversicht können Frauen alles überwinden.

Razia geht mit einem Tuch in Bangladesch

Razia, 47, ist eine Aktivistin, die sich für geflüchtete Rohingya Frauen einsetzt. Auch sie ist in Myanmar geboren und eine Rohingya auf der Flucht. Jetzt leitet sie ein Frauenzentrum im weltgrößten Flüchtlingslager Nahe Coxs Bazar in Bangladesch. 2017 sprach sie als erste Rohingya vor dem UN-Sicherheitsrat, wo sie auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam machte.

„Ich kann, das Männer auch können“ sagt sie. „Es geht dabei nicht darum, dass wir die Macht an uns reißen wollen. Es geht vielmehr um Zusammenarbeit. Frauen müssen die gleichen Chancen bekommen, egal wo sie leben.

 

Wie das International Rescue Committee Frauen unterstützt

Das International Rescue Committee hat das Thema Gleichberechtigung zu einem Hauptbestandteil all seiner Programme gemacht. Wir stellen einen besseren Zugang zu Gesundheitszentren sowie dringend benötigten Diensten zu reproduktiver Gesundheit zur Verfügung und klären Frauen und Mädchen über ihre Rechte auf. Wir entwickeln besondere Projekte, die jugendliche Mädchen dabei unterstützen, eine Ausbildung abzuschließen und ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Wir unterstützen Frauen durch Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung, u.a. mit Bargeldleistungen in Krisenfällen. Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit.