Projekt CODE-UP Germany: Career Orientation for Digital Employment through Upskilling Pathways in Germany

Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt zunehmend Geringqualifizierte, unabhängig von ihrer Herkunft, vor Herausforderungen. Denn digitale Kompetenzen – vom sicheren Umgang mit dem Computer und E-Mails bis hin zu fortgeschrittenen IT- und Programmierkenntnissen – werden in vielen Branchen vorausgesetzt. Damit stellen sie einen entscheidenden Beitrag für den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder eine höher qualifizierte Beschäftigung dar. Zusätzlich zu digitalen Fähigkeiten sind auch die Anforderungen an Schlüsselkompetenzen von Arbeitnehmer*innen, wie die Fähigkeit kreativ und lösungsorientiert zu arbeiten, gewachsen.


Bisher fehlt es an flexiblen Angeboten zur Weiterbildung für Geringqualifizierte. Davon sind insbesondere Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Sie brauchen besondere Unterstützung, um sich diese Fähigkeiten schnellstmöglich anzueignen und stehen hier vor besonderen Herausforderungen. Ihnen fehlen oftmals die richtigen Netzwerke sowie Kenntnisse über Weiterbildungsangebote, sehen sich mit formalen Teilnahmebeschränkungen konfrontiert und stehen unter Druck, schnell Arbeit finden zu müssen. Deshalb ist es wichtig, die Vorteile qualifizierter Arbeit zu vermitteln und die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass digitale Grundkompetenzen den Einstieg in hochwertige und nachhaltige Beschäftigung ermöglicht.

Projektdetails und Partnerorganisationen

Laufzeit: 01.03.2020 – 28.02.2022

Inhalt

Mit dem Projekt „CODE-UP“ sollen genau diese Herausforderungen gemeistert werden: Gemeinsam mit Bildungsakteuren aus Gießen entwickelt IRC ein flexibles Weiterbildungsangebot für Geflüchtete, Migrant*innen und Ortsansässige mit geringen Qualifikationen, in dem digitale Grund- und weiterführende Kompetenzen vermittelt und anerkannt werden. Die Module werden sowohl für Präsenzseminare als auch für E-Learning angeboten. Das Lernangebot setzt verstärkt auf innovatives Arbeiten, digitales Selbstlernen und Design Thinking. Dabei werden den Teilnehmer*innen sowohl IT-Grundlagenkenntnisse als auch zukunftsorientierte Themen wie Internet of Things, Mikroelektronik und 3D Modeling nahe gebracht. Diese experimentellen und interaktiv vermittelten Elemente zielen nicht nur auf die Verbesserung von Querschnittskompetenzen wie Problemlösungsvermögen, Anleitung zum Selbstlernen, kreatives Denken und Teamfähigkeit durch die angewandten Lernmethoden ab, sondern unterstützen gleichzeitig die Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer*innen und ihre Motivation zum Eigenstudium sowie zum lebenslangen Lernen. Das Besondere dabei ist: Es gibt wenig formale Einstiegshürden zu den Kursen. So können auch Teilnehmer*innen ohne Schulabschluss oder berufliche Vorerfahrungen von den Kursen profitieren und am digitalen Wandel der Arbeitswelt teilhaben.

Verbreitung

Das Weiterbildungsangebot von CODE-UP soll langfristig deutschlandweit umgesetzt werden. Dazu werden Volkshochschulen und -verbände sowie lokale Akteure der Erwachsenen- und beruflichen Weiterbildung auf Veranstaltungen über CODE-UP informiert. Nach entsprechender Fortbildung können sie das Programm anschließend in ihr Lernangebot aufnehmen. Auf Fachforen wird die gewonnene Expertise aus dem Projek sowie einer umfassenden Bestandsaufnahme des Sektors mit anderen Partnern und Interessenträgern geteilt. Damit wird ein nachhaltiger Beitrag zur digitalen Kompetenzentwicklung geringqualifizierter Erwachsener in Deutschland geleistet.

 

Partnerorganisationen
  • Volkshochschule Landkreis Gießen
  • Zentrum für Arbeit und Umwelt - Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH (ZAUG)


Das Projekt CODE-UP wird mit Finanzmitteln des Programms der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation „EaSI“ (2014–2020) unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://ec.europa.eu/social/easi