Länderdaten
  • Bevölkerung: 130 Millionen
  • Position im Index der menschlichen Entwicklung: 74 von 189
IRC vor Ort
  • Beginn der Aktivitäten: 2019

Überblick zur Lage

Die Gewalt in Mexiko und im Nördlichen Dreieck aus Honduras, El Salvador und Guatemala nimmt zu. Daher versuchen viele Familien in die Vereinigten Staaten zu fliehen. Die Betroffenen werden von den Behörden kaum über mögliche nächste Schritte im Einwanderungsprozess informiert. IRC arbeitet mit lokalen Hilfsorganisationen zusammen, um Familien an der Nordgrenze Mexikos mit Nothilfe zu versorgen. Dafür werden dringend mehr Förderungmittel benötigt.

Wie ist die aktuelle Krise in Mexiko entstanden?

Mexiko erlebt seit langer Zeit Gewalt durch Drogenkartelle und Gangs. Im Jahr 2018 wurden im Land über 33.000 Menschen getötet. Ähnliches kann in einigen Nachbarländern Mexikos beobachtet werden, wo jedes Jahr Hunderttausendegewaltsam aus ihren Häusern verdrängt werden. Viele Mexikaner*innen sowie Menschen aus El Salvador, Guatemala, Honduras und anderen Staaten fliehen jeden Tag auf der Suche nach einem sicheren zu Hause an die US-Grenze. Vierzig Prozent davon sind Familien und Kinder. Ihre Zahl wächst weiterhin.

Da täglich lediglich eine begrenzte Anzahl an Personen Asyl für die Einreise in die USA beantragen kann, sitzen immer mehr Menschen in den mexikanischen Grenzstädten fest. Viele werden im Rahmen der so genannten "Remain in Mexico"-Politik gewaltsam nach Mexiko zurückgeführt.

Was sind die größten humanitären Herausforderungen in Mexiko?

Die Versorgungsangebote in den Grenzstädten sind begrenzt und die Unterkünfte überfüllt. Viele Betroffene bleiben länger als einen Monat dort, obwohl die Unterkünfte nur für einen Aufenthalt bis zu drei Tagen konzipiert wurden. Besonders schutzbedürftige Kinder und Frauen leiden unter dem Versorgungsmangel.

Häufig sind Kinder sexuellem Missbrauch, Bandenrekrutierungen und Gewalt ausgesetzt. Auch Frauen gehören zu der Risikogruppe, die besonders gefährdet ist, zum Ziel von kriminellen Banden und Menschenhandel zu werden. Eine IRC-Umfrage in vier Unterkünften an der Nordgrenze ergab, dass die meisten befragten Familien „Sicherheit und Schutz vor Gewalt und Banden“ als Hauptgrund für ihre Flucht angeben.

Wie hilft IRC in Mexiko?

IRC hilft Menschen, deren Lebensgrundlagen durch Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen zerstört wurden, ihre Leben zu verbessern und die Kontrolle über ihr Leben zurück zu gewinnen.

Lokale Partner in Mexiko werden dabei unterstützt, Migrant*innen und Asylbewerber*innen in Grenzgebieten zu helfen. IRC verbessert unter anderen denZugang zur medizinischen Versorgung in Mexiko und fördert damit auch Programme, die Frauen und Mädchen unterstützen, die Gewalt erlebt haben.