Die Berufsschule als stabilisierendes Umfeld für geflüchtete Jugendliche

Für geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene kann in einem neuen und fremden Land anzukommen eine destabilisierende Erfahrung sein. Rückmeldungen von Lehrkräften an Berufsschulen bei IRC-Workshops zeigen, dass Selbstzweifel, Sprachhemmnisse, psychische Belastungen und Diskriminierungserfahrungen die Jugendlichen destabilisieren. Häufig übersteigen sie die Altersgrenze, um noch an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet zu werden. Viele haben aber nicht ausreichende Schul- oder Fachkenntnisse, um direkt eine Ausbildung, ein Studium oder eine Arbeitsstelle aufzunehmen. Die jungen Menschen laufen Gefahr, durch das Raster des regulären Systems zu fallen und den Anschluss zu verlieren.

Video: Wie Mannheimer Berufsschulen geflüchtete Schüler*innen besser unterstützen

Projektdetails und Partnerorganisationen

Laufzeit: 01.05.2018 – 30.04.2021

Inhalt

Im Rahmen des Healing-Classrooms-Projekts unterstützt IRC Deutschland sechs Berufsschulen in der Rhein-Neckar-Region über drei Jahre in der Beschulung von geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

IRC Deutschland führt aufeinander aufbauende Fortbildungsmodule für Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal an jeder beteiligten Schule durch, bietet Einzel- und kollegiale Fallberatung an und organisiert schulübergreifende Netzwerkveranstaltungen in der Region.

Partnerorganisation

Das Programm Healing Classrooms in der Rhein-Neckar-Region wird von der Klaus Tschira Stiftung gefördert.