Frühkindliche Bildung ist für alle Kinder wichtig, besonders in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Für Kinder, die Krieg, Vertreibung und jahrelange Flucht erlebt haben, können Bildungsangebote ein stabilisierendes Umfeld sein, in denen sie ihr psychosoziales Wohlbefinden nach traumatischen Erfahrungen wiederaufbauen können.  

Seit 2018 arbeiten International Rescue Committee und Sesame Workshop, die gemeinnützige Organisation der Sesamstraße, gemeinsam an einem Programm für frühkindlichen Entwicklung: Ahlan Simsim. Mit einer Kombination aus IRC-Bildungsangeboten und neuen Medienformaten, wie arabischsprachigen Folgen der Sesamstraße, unterstützen wir gemeinsam Millionen von vertriebenen und geflüchteten Kindern in Syrien, Jordanien, Libanon und Irak, damit sie die erlebten Krisen besser bewältigen und sich eine selbstbestimmte Zukunft aufbauen können.

Ahlan Simsim während COVID-19

Die Pandemie trifft auch vertriebene und andere schutzbedürftige Familien besonders hart, darunter auch diejenigen, die an Ahlan-Simsim-Programmen teilnehmen. Weil der herkömmliche Unterricht aufgrund von Kontaktsperren nicht fortgeführt werden kann, nutzen wir nun verstärkt digitale Hilfsmittel, um Kinder und ihre Familien Zuhause zu erreichen.

In Krisenzeiten ist Kleinkindern am besten geholfen, wenn ihre  Eltern oder anderen Betreuer*innen unterstützt werden. Es gilt, fördernde Lernroutinen zu schaffen, mit denen die Widerstandsfähigkeit der Kindergefördert wird. Wir unterstützen  Erziehungsberechtigte auch mit der Vermittlung von Methoden zur  Bewältigung des eigenen Stresses.

Gemeinsam mit Sesame Workshop haben wir unsere Lehrmethoden deshalb angepasst. Über WhatsApp erhalten die Betreuer*innen wichtige COVID-19-Aufklärungsbotschaften sowie altersgerechte spielerische Aufgaben, die von Charakterenaus der Ahlan Simsim-Fernsehserie vorgestellt werden. Diese Aktivitäten fördern das sozial-emotionale Lernen, die Gesundheit, Hygiene und Sprachkenntnisse.

Im Video sehen Sie, wie Kleinkinder von Zuhause aus am Ahlan-Simsim-Programm teilnehmen. Inmitten der COVID-19-Pandemie und den schon länger bestehenden Krisen in ihren Heimatländern, bringen Eltern und Betreuer*innen ihren Kindern das Alphabet bei, ermutigen sie, ihre Emotionen auszudrücken und vermitteln wichtige Fähigkeiten, die bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen helfen.